Unternehmertum und Aufforstung für eine nachhaltige Entwicklung in Madagaskar


Unternehmertum und Aufforstung für eine nachhaltige Entwicklung in Madagaskar

In Madagaskar ist die Artenvielfalt besonders gross. Rund 5 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten weltweit sind hier zu Hause. Viele Arten sind nur noch hier zu finden und daher sind sie besonders schützenswert. Die von der Armut geplagte Bevölkerung hängt stark von den natürlichen Ressourcen ab und benutzen Brennholz zu kochen. Der Bedarf danach ist jedoch so gross, dass die Kapazitäten der Naturwälder nicht ausreichen und es kommt auch vor, dass Wälder in Schutzgebiete gerodet werden. Die Wälder schrumpfen von Tag zu Tag. Gemeinsam mit der Regierung, den Gemeinden und Kommunen, weiteren Organisationen, Unternehmen und vor allem mit der Bevölkerung soll dieser Trend gestoppt werden.
Um die Wälder langfristig zu erhalten, setzt der WWF in diesem Projekt an zwei Punkten an: Energieeffiziente Kochherde senken den Bedarf an Brennholz und Holzkohle und die Gewinnung von Holz wird in geregelte Bahnen gelenkt. Dank Wiederaufforstungen und regulierter Nutzung in einer kontrollierten Wertschöpfungskette bleiben die Wälder langfristig erhalten – als Ressource für die Bevölkerung und als Lebensraum für die einzigartige Flora und Fauna mit unzähligen endemischen Arten. Im Fokus unserer Arbeit stehen madagassischen Frauen. Sie übernehmen massgeblich die Produktion und den Vertrieb von Kochherden und organisieren sich in Spargruppen, zum Ansparen von eigenem Vermögen sowie als Zugang zu Krediten.

Funktion EGS
Finanzielle Unterstützung des Projektes

Ziel
Die einzigartigen Wälder im Südwesten Madagaskars vor der Abholzung für Brennholz zu schützen, gleichzeitig der Bevölkerung einen nachhaltigen Zugang zu erneuerbaren Kochenergie zu sichern und sie in der sozioökonomischen Entwicklung zu unterstützen.

Laufzeit
September 2020 – August 2023 (3 Jahre)

Betrag
CHF 200’000